HIV-Infektionen erkennen und behandeln

Laut Angaben des Robert Koch-Instituts leben in Deutschland 84.700 Menschen mit HIV. Rund 13.000 der Betroffenen wissen jedoch nicht von ihrer Infektion. Verzögert sich die Diagnose, müssen sie mit höherer Sterblichkeit rechnen und können die Viren unbeabsichtigt weitergeben. Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2017 ermutigt das IPF: Wer in Risikosituationen war, sollte sich unbedingt testen lassen. Dank moderner Therapien kann die HIV-Infektion heute so kontrolliert werden, dass AIDS nicht ausbricht.

Labormediziner testet Blutprobe auf HIV

HIV mit Labortest diagnostizieren

Das Kürzel HIV steht für Humanes Immundefizienz-Virus. Die Erreger schwächen das körpereigene Abwehrsystem, sodass der Organismus Krankheitserreger nicht mehr bekämpfen kann. HI-Viren übertragen sich ausschließlich durch den Kontakt infizierter Körperflüssigkeiten mit Schleimhäuten und offenen Wunden. Besonders riskant sind ungeschützter Sex oder das Teilen von Spritzbesteck bei Drogenabhängigen. Ob eine HIV-Infektion vorliegt, klärt ein Labortest. Mediziner entnehmen dafür eine Blutprobe und untersuchen, ob im Blut Antikörper gegen das HI-Virus nachweisbar sind. In der Regel lassen sich die Antikörper erst ab sechs Wochen nach der letzten Risikosituation im Blut nachweisen.

Gefährliche Wechselwirkung mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen

Fällt der HIV-Test positiv aus, empfehlen Experten Tests auf weitere sexuell übertragbare Infektionen. Der Grund: Krankheiten wie Herpes genitalis, Hepatitis, HPV, Gonorrhö oder Chlamydien schwächen die Schutzfunktion der Schleimhäute, HI-Viren können leichter in den Organismus eindringen. Als Folge von Entzündungsprozessen lagern sich zudem verstärkt Immunzellen in die Schleimhäute ein. Tragen sie bereits HI-Viren in sich, gehen diese bei direktem Kontakt leichter auf gesunde Schleimhäute über. Wie es um die allgemeine sexuelle Gesundheit bestellt ist, zeigen Laboruntersuchungen von Abstrichen, Urin und Blutproben.

 

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