Gefährliches Trio für die Nieren
Laut Fachleuten der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) gefährdet vor allem die Kombination aus Hitzestress, Dehydrierung und körperlicher Überanstrengung die Nierengesundheit. Bei hohen Außentemperaturen leitet der Organismus die Blutzirkulation verstärkt zur Haut, um Wärme abzugeben. Dadurch wird die Blutversorgung der inneren Organe reduziert. Gleichzeitig fallen bei Hitze vermehrt schädliche Stoffwechselprodukte an, die von den Nieren gefiltert werden müssen. In Kombination mit zu geringen Trinkmengen und körperlicher Anstrengung steigt die Gefahr, dass das Nierengewebe dauerhafte Schäden davonträgt.
Chronische Nierenerkrankungen frühzeitig erkennen
Hitze kann die Nieren nachhaltig schädigen: Internationale Studien zeigen, dass die chronische Nierenkrankheit (CKD) in südlichen Ländern zunehmend auftritt. In Deutschland leben mehr als neun Millionen Menschen mit einer solchen Nierenschwäche. Expert*innen befürchten, dass CKD im Zuge des Klimawandels auch hierzulande häufiger werden könnte. Umso wichtiger sind Prävention und gezielte Früherkennung. Eine CKD entwickelt sich in der Regel über viele Jahre. Zur Früherkennung eignen sich Labortests. Mittels Bluttest lässt sich anhand der glomerulären Filtrationsrate (eGFR) einschätzen, wie gut die Nieren das Blut filtern. Zudem gilt das Eiweiß Albumin im Urin als frühes messbares Zeichen für eine Nierenschädigung – oft schon lange, bevor die Filterleistung der Organe abnimmt. Ein erhöhter Wert sollte daher abgeklärt werden.

