Gelenkbeschwerden im Sommer: Auf Rheuma untersuchen lassen

Endlich gutes Wetter – nichts wie raus! Aber: Nach der Radtour schmerzen die Knie, die Hände schwellen nach der Klettertour und der Gang zum Bäcker fühlt sich am Morgen nach der Wanderung ganz schön steif an? Bei solchen Beschwerden denken die meisten Menschen zunächst an Muskelkater, Überlastung oder andere orthopädische Ursachen. Halten die Symptome jedoch an, könnte auch eine rheumatische Erkrankung dahinterstecken. Labortests schaffen Klarheit.

Männerhänder mit Rheumabeschwerden
Astrid Gast | Fotolia Bild: Astrid Gast - fotolia.com

Abwehr auf Abwegen

In Deutschland leiden etwa 20 Millionen Menschen an einer rheumatischen Erkrankung. Denn: „Rheuma“ ist keine eigenständige Krankheit, sondern umfasst über 100 Krankheitsbilder. Rheuma gehört zu den Autoimmunerkrankungen: Das Immunsystem richtet sich plötzlich gegen den eigenen Körper. Entsprechend vielfältig können auch die Beschwerden sein. Rheumatische Erkrankungen verursachen nicht nur Schmerzen und Entzündungen an Gelenken, Muskulatur und Bindegewebe. Auch Organe, Blutgefäße, der Stoffwechsel und die Haut können betroffen sein. Heilbar ist Rheuma bislang nicht. Doch eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung können die Beschwerden deutlich lindern und die Lebensqualität verbessern.

Labortests unterstützen Rheuma-Diagnose

Um Rheuma zuverlässig zu erkennen, nutzen Fachmediziner*innen unter anderem Labortests. Einzelne Blutwerte wie etwa Entzündungswerte oder Rheumafaktoren erlauben noch keine eindeutige Diagnose. Expert*innen empfehlen daher, verschiedene Labortests zu kombinieren. Im Kontext mit anderen Untersuchungsergebnissen helfen Autoantikörper, Rheumafaktoren und Entzündungswerte bei der Einschätzung, um welche Form des Rheumas es sich handelt und wie aktiv die Krankheit ist. Da Rheuma-Erkrankungen sich auch auf die Organe auswirken können, gehören zur Diagnostik auch Leberwerte sowie Urintests, um die Nierenfunktion im Auge zu behalten.

 

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