Diabetes: richtig Blutzucker messen für mehr Lebensqualität

In Deutschland leben 6,7 Millionen Menschen mit Diabetes. Die Erkrankung belastet den gesamten Organismus. Den Blutzucker selbst zu messen hilft Betroffenen dabei, lange so gesund wie möglich zu leben. Der Umgang mit Teststreifen und Pin will jedoch gelernt sein. Zum Welt-Diabetes-Tag am 14. November 2017 informiert das IPF: Diabetes-Patienten sollten sich nicht nur konsequent selbst testen, sondern sich auch regelmäßig schulen lassen.

Junge Frau mit Diabetes testet ihren Blutzucker
Kwangmoo - Fotolia

Fallen beim Blutzuckermessen vermeiden

Studien belegen: Den Blutzucker regelmäßig selbst zu kontrollieren verbessert die Blutzuckerwerte. Betroffene erkennen schneller, wann sie gegensteuern müssen, und stellen ihren Lebensstil erfolgreicher auf die Erkrankung ein. So reduziert sich auch das Risiko für Folgeerkrankungen an Organen und Gefäßen. Schulungen helfen Diabetikern, die Selbsttests erfolgreich anzuwenden. Bislang nutzen jedoch nur 50 bis 70 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes das Schulungsangebot. Bei den Patienten mit Typ-1-Diabetes liegt die Quote mit 87 Prozent deutlich höher. Zu den typischen Fehlern gehört es, Teststreifen auf den Einstich zu pressen statt Blutstropfen aufsaugen zu lassen, die Fingerkuppe zusammenzuquetschen statt leicht zu massieren oder das Messergebnis durch Desinfektionslösung zu verwässern.

Vorsorgeuntersuchungen gegen Begleiterkrankungen

Trotz gutem Selbstmanagement tragen Diabetes-Patienten ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen an Gefäßen und Organen wie Herz und Nieren. Statistisch gesehen liegt etwa die Wahrscheinlichkeit, dass ansonsten gesunde Diabetiker eine Herz-Kreislauf-Erkrankung entwickeln oder einen Herzinfarkt erleiden, ebenso hoch wie für Nicht-Diabetiker mit typischen Risikofaktoren (zum Beispiel Übergewicht, Fettstoffwechsel). Über jährliche Blut- und Urintests lassen sich viele Folgeerkrankungen frühzeitig feststellen und zumindest verzögern. Diabetes-Patienten sollten daher die Früherkennungsprogramme der gesetzlichen Krankenkassen kennen und nutzen.

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