Früherkennung mit Blutuntersuchung
Typ 1-Diabetes gehört zu den Autoimmunerkrankungen: Die Abwehrzellen des Körpers zerstören die Bauchspeicheldrüse, sodass sie kein Insulin mehr produzieren kann. Schon bevor die Krankheit ausbricht, können Labormediziner im Blut Diabetes-Autoantikörper nachweisen. Je nach Anzahl und Konzentration beurteilen sie das Risiko für eine Erkrankung. Ein Screening von Risikopatienten sollte laut der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) nur in klinisch kontrollierten Studien stattfinden. In Deutschland prüfen Mediziner zum Beispiel im Rahmen der Pre-Point-Studie Vorsorge- und Behandlungsstrategien gegen Typ 1-Diabetes.
Übergewichtige Kinder und Jugendliche zum Screening
Auch Kinder und Jugendliche mit Übergewicht laufen Gefahr, an Diabetes zu erkranken. Zu viel Fett am Körper gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für Typ 2-Diabetes. Nach Zahlen der Deutschen Diabetes-Hilfe haben 13 Prozent der Kinder in Deutschland Übergewicht, sechs Prozent sind sogar stark übergewichtig (adipös). Jährlich erkranken von ihnen etwa 200 neu an Typ 2-Diabetes. Im Gegensatz zu Typ 1-Diabetes helfen geänderte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten dabei, die Krankheit zu vermeiden. Die DDG fordert daher, Jugendliche mit Adipositas ab zehn Jahren einem Glukosetoleranz-Test zu unterziehen.