Sechs von zehn Diabetes-Patient*innen mit Vitamin-D-Mangel
Normalerweise bildet der Körper Vitamin D selbst. Dazu braucht er jedoch Sonnenlicht – und das ist im Winter rar. In der dunklen Jahreszeit muss der Organismus daher auf Vitamin D-Speicher im Fett- und Muskelgewebe zurückgreifen. Allerdings verfügen nicht alle Menschen über ausreichende Reserven. Studien zeigen, dass weltweit 60 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes einen Vitamin D-Mangel haben. Dieser kann gesundheitliche Folgen der Diabetes-Erkrankung wie etwa Schäden an der Netzhaut (diabetische Retinopathie) und den Nervenbahnen (diabetische Neuropathie) begünstigen.
Gute Vitamin-D-Versorgung verbessert Ansprechen auf Insulin
Wie gut der Körper mit Vitamin D versorgt ist, können Mediziner*innen im Blut messen. Dafür bestimmen sie den Wert von 25-Hydroxyvitamin-D, einer wichtigen Vorstufe des aktiven Vitamins. 20 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) Blutserum sind für eine gute Versorgung mindestens erforderlich. Fällt der Wert unter 12 ng/ml, sprechen Fachleute von einem Vitamin D-Mangel. Liegt ein Defizit vor, empfehlen Fachleute, den Vitamin-D-Mangel mit ärztlicher Begleitung durch individuell dosierte Medikamente oder Ernährungszusätze auszugleichen. Studien deuten darauf hin, dass dadurch die Insulinresistenz abnehmen und sich die Wirkung von Insulinmedikamenten verbessern kann. Wichtig: Von einer Einnahme von Vitamin D-Präparaten ohne vorherige Blutuntersuchung und individuelle Dosierung raten Ärzt*innen ausdrücklich ab.

