Wärme und Bewegung beeinflussen Blutzucker
Gerade die Kombination von sommerlichen Temperaturen und sportlicher Bewegung kann ungewollte Folgen für den Blutzucker mit sich bringen. Da Wärme und Sport zu einer stärkeren Durchblutung der Haut führen, kann der Körper zum Beispiel in die Haut gespritztes Insulin schneller aufnehmen. Das erfordert mitunter die Anpassung der Dosis, damit keine Unterzuckerung (Hypoglykämie) auftritt. Zudem schwitzen die meisten Menschen beim Sport und verlieren so Flüssigkeit. Das kann bei unzureichend eingestellten Diabetes-Erkrankungen zu einer Überzuckerung (Hyperglykämie) führen, da aufgrund des Flüssigkeitsmangels die Blutzuckerkonzentration ansteigt.
Richtig Blutzucker messen rund um den Sport
Auf Bewegung müssen Menschen mit Diabetes jedoch nicht verzichten. Gezielte Kontrollen helfen dabei, die Blutzuckerwerte im Blick zu behalten und Entgleisungen zu vermeiden. Bei Typ-1-Diabetes gelten für Ausdauersportarten Werte zwischen sieben und zehn Millimol pro Liter (mmol/l) als günstiger Ausgangsbereich. Liegt der Wert unter fünf mmol/l, sollte zunächst nicht mit dem Sport begonnen werden. Bei unerwartet hohen Werten über 15 mmol/l kann eine zusätzliche Ketonmessung notwendig sein. Sind die Ketone deutlich erhöht, sollte auf Sport verzichtet werden.
Starkes Team: CGM und Teststreifen
Menschen, die ihre Werte über einen Sensor im Unterhautfettgewebe ablesen (CGM-Sensor), können ihren Glukoseverlauf kontinuierlich verfolgen. Da der Sensor den Glukosewert im Gewebe und nicht direkt im Blut misst, kann die Anzeige bei schnellen Veränderungen – etwa beim Sport – dem Blutzucker etwas hinterherhinken. Erscheint ein Sensorwert unplausibel oder passen Beschwerden und Anzeige nicht zusammen, lässt sich der Wert zusätzlich mit einem Blutstropfen aus dem Finger und einem Teststreifen überprüfen. Die Kontrolle nach dem Sport ist insbesondere für insulinbehandelte Menschen wichtig, da Bewegung auch noch Stunden später zu einer Absenkung des Glukosespiegels führen kann.

