Dauerhusten: an Tuberkulose denken

Die Erkältungssaison geht – der Husten bleibt? Das kann nicht nur lästig sein, sondern auch auf eine schwerwiegende Erkrankung hinweisen. Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) empfehlen: Halten die Beschwerden länger als drei Wochen an, sollten Betroffene ihre Atemwege gründlich untersuchen lassen. Dabei sollten Patienten und Ärzte auch abklären

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Weit verbreitete Lungeninfektion

Tuberkulose ist weltweit noch sehr verbreitet. Sie steht an der Spitze der Liste tödlicher Infektionskrankheiten: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass 2016 rund 1,7 Millionen Menschen an Tuberkulose starben. In Deutschland registrierten Experten des Robert Koch-Instituts für 2016 knapp 6.000 Patienten mit Tuberkulose. Damit tritt die Lungeninfektion im internationalen Vergleich hierzulande eher selten auf. Wer länger hustet, Gewicht verliert und nachts stark schwitzt, denkt daher oft nicht daran, sich auf Tuberkulose untersuchen zu lassen.

Labortests zu Diagnose und Therapiekontrolle

Eine Infektion mit Tuberkulose-Bakterien können Mediziner mit Laborverfahren und bildgebenden Verfahren nachweisen. Bei Erwachsenen empfehlen Experten immunologische Bluttests. Anhand der Antikörper lässt sich bestimmen, ob Patienten mit den Erregern in Berührung gekommen sind. Mit Schnelltests auf Erreger-DNA können sie klären, ob eine akute Erkrankung vorliegt und welcher Bakterientyp bekämpft werden muss. Um den Erfolg der Behandlung zu überwachen, müssen im Labor regelmäßig Erregerkulturen angelegt und die Medikamente bei Bedarf angepasst werden: Laut RKI waren 2016 fast 13 Prozent der Erreger gegen mindestens eines der Standard-Antibiotika resistent.

 

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