Darmkrebsvorsorge nutzen
Darmkrebs entsteht in der Regel aus gutartigen Gewebeveränderungen in der Darmschleimhaut. Viele dieser Darmpolypen bleiben harmlos, manche bilden sich auch zurück. Ein Teil von ihnen entwickelt sich jedoch zu bösartigen Tumoren. Dieser Prozess erstreckt sich in der Regel über einen längeren Zeitraum. Fachleute schätzen, dass es durchschnittlich fünf bis zehn Jahre dauert, bis aus dem gutartigen Gewebe Darmkrebs wird. Zudem erkranken die meisten Menschen im höheren Alter. Nur etwa zehn Prozent der Darmkrebs-Patient*innen erhalten die Diagnose vor dem 55. Lebensjahr. Zeit genug also, um rechtzeitig Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen zu nutzen.
Krebsvorstufen bei Darmspiegelung gleich entfernen
Untersuchungen zur Darmkrebsfrüherkennung bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen für Männern und Frauen ab einem Alter von 50 Jahren. Versicherte können dabei zwischen einer Darmspiegelung und einem Test auf verborgenes Blut im Stuhl wählen. Bei der Darmspiegelung untersuchen Ärzt*innen den Darm von innen und können auffällige Gewebeveränderungen gleich entfernen. Vorteil: Auf diese Weise kann der Ausbruch der Krankheit sogar verhindert werden. Wer sich für diese Untersuchung entscheidet, kann sie in einem Abstand von zehn Jahren wiederholen lassen.
Stuhltest bietet zuverlässige Alternative
Alternativ steht Versicherten alle zwei Jahre ein immunologischer Stuhltest (iFOBT) zu. Dabei untersuchen Labormediziner*innen eine Stuhlprobe auf unsichtbare Blutspuren, die auf bösartiges Gewebe im Darm hinweisen können. Dank moderner Testverfahren sind frühere Fehlerquellen durch bestimmte Speisen (z. B. rohes Fleisch) oder bestimmte Medikamente heute ausgeschlossen. Ein auffälliges Testergebnis muss auf jeden Fall durch eine Darmspiegelung abgeklärt werden.

