Dabei stehen die Heilungschancen gut, wenn der Krebs früh entdeckt wird: Nach Angaben der Felix Burda Stiftung leben von den Patienten mit Stadium I nach fünf Jahren noch 96 Prozent. Das IPF ruft im Darmkrebsmonat März dazu auf, die Vorsorgeuntersuchungen konsequent zu nutzen.
Vorsorge erfolgreich
Dass Vorsorge wirkt, belegen die Zahlen des Krankenhausreports der Barmer GEK aus dem Jahr 2013. Von 2005 bis 2012 sank die Rate der Patienten, die stationär wegen Darmkrebs behandelt werden mussten, um 21 Prozent. Experten sehen darin einen Erfolg der Vorsorge: Da Darmkrebs-Vorstufen früher erkannt würden, sei eine Behandlung im Krankenhaus nicht mehr nötig. Bei der Früherkennung zahlen die Kassen für über 50-Jährige einmal jährlich einen Labortest auf Blut im Stuhl. Ab 55 Jahren ist eine Darmspiegelung möglich, die nach zehn Jahren wiederholt werden kann. Vorteil: Darmpolypen oder verändertes Gewebe kann der Arzt gleich beim Eingriff entfernen und die Gewebeproben ins Labor schicken.
Labortests spüren Darmkrebs auf
Darüber hinaus stehen weitere Testverfahren zur Verfügung, um Darmkrebs auf die Spur zu kommen. Der immunologische Stuhltest sucht nach spezifischen Antikörpern, beim enzymatischen Stuhltest untersuchen die Labormediziner die Stuhlprobe auf ein für Darmkrebs typisches Enzym. Auch ein Bluttest auf Darmkrebs-Biomarker ermöglicht eine aussagekräftige Alternative für eine erste Diagnose. Wenn sich aus diesen Tests ein Verdacht ergibt, sollten Patienten eine Darmspiegelung vornehmen lassen.