Hämoglobin-Wert vor der Blutspende bestimmen
Vor einer Blutspende steht immer eine ärztliche Untersuchung, zu der auch Labortests gehören. Anhand einer Blutprobe wird der Gehalt an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) gemessen. Hämoglobin spielt eine wichtige Rolle für die Sauerstoffversorgung des Organismus. Nur wenn die Werte hoch genug liegen, ist eine Blutspende ohne Gesundheitsgefahr für die Spender*innen möglich.
Gründlicher Check auf Krankheitserreger
Bevor das Blut tatsächlich durch fremde Adern fließt, nehmen Labormediziner*innen jede Blutspende genau unter die Lupe. Zunächst forschen sie nach Antikörpern gegen Hepatitis B- und Hepatitis-C-Viren, HIV und Syphiliserreger. Diese Tests klären, ob das Immunsystem mit den Erregern Kontakt hatte. Mit zusätzlichen PCR-Tests lassen sich zudem Hepatitisviren der Typen A, B, C und E sowie HIV und Röteln direkt nachweisen. Ein Test auf ein bestimmtes Antigen des Hepatitis-B-Virus ermöglicht es, eine akute oder chronische Hepatitis-B-Erkrankung der Spender*innen auszuschließen.
Testverfahren regelmäßig anpassen
Fachleute raten dazu, die Tests für Blutspenden regelmäßig zu überprüfen und anzupassen. Daher gehören inzwischen auch Tests auf das West-Nil-Virus zu den Laboruntersuchungen. Der Erreger tritt im Rahmen des Klimawandels zunehmend auch hierzulande auf.

