Blutspende und Bluttransfusionen: Sicher dank Labortests

Jeden Tag werden in Deutschland über 15.000 Blutspenden für die medizinische Versorgung benötigt. Bevor Spenderblut wirklich als Transfusion zum Einsatz kommt, wird es im Labor umfangreich auf Infektionskrankheiten getestet, so das IPF zum Weltblutspendentag am Samstag, den 14. Juni.

Gina Sanders | Fotolia

Hämoglobin-Wert vor der Blutspende bestimmen

Vor einer Blutspende steht immer eine ärztliche Untersuchung, zu der auch Labortests gehören. Anhand einer Blutprobe wird der Gehalt an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) gemessen. Hämoglobin spielt eine wichtige Rolle für die Sauerstoffversorgung des Organismus. Nur wenn die Werte hoch genug liegen, ist eine Blutspende ohne Gesundheitsgefahr für die Spender*innen möglich.

Gründlicher Check auf Krankheitserreger

Bevor das Blut tatsächlich durch fremde Adern fließt, nehmen Labormediziner*innen jede Blutspende genau unter die Lupe. Zunächst forschen sie nach Antikörpern gegen Hepatitis B- und Hepatitis-C-Viren, HIV und Syphiliserreger. Diese Tests klären, ob das Immunsystem mit den Erregern Kontakt hatte. Mit zusätzlichen PCR-Tests lassen sich zudem Hepatitisviren der Typen A, B, C und E sowie HIV und Röteln direkt nachweisen. Ein Test auf ein bestimmtes Antigen des Hepatitis-B-Virus ermöglicht es, eine akute oder chronische Hepatitis-B-Erkrankung der Spender*innen auszuschließen.

Testverfahren regelmäßig anpassen

Fachleute raten dazu, die Tests für Blutspenden regelmäßig zu überprüfen und anzupassen. Daher gehören inzwischen auch Tests auf das West-Nil-Virus zu den Laboruntersuchungen. Der Erreger tritt im Rahmen des Klimawandels zunehmend auch hierzulande auf.

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