Blasentumor rechtzeitig erkennen

Pro Jahr erhalten 2.000 bis 2.500 Menschen in Deutschland eine neue Niere. Die transplantierten Organe rettet Leben. Allerdings tragen die Patienten Studien zufolge anschließend ein etwa dreifach erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken. Das betrifft auch Blasentumore. Zum Tag der Organspende am 4. Juni 2016 rät das IPF: Konsequente Vorsorge ist für diese Patienten besonders wichtig. Moderne Labortests erkennen früh, ob der Blase Gefahr droht.

Medizinischer Handschuh mit Labortests.
Foto: raresb - fotolia.com

Blasenkrebs mit kombinierter Diagnostik früh erkennen

Blasentumore entwickeln sich häufig lange Zeit unbemerkt, da sie keine auffälligen Symptome verursachen. Moderne Urintests spüren Biomarker wie Proteine und Antigene schon im Frühstadium einer Blasenkrebserkrankung auf. Verdächtige Testergebnisse klärt der Arzt mit einer Blasenspiegelung ab. Manche Tumore wachsen allerdings an der Harnblasenwand entlang und lassen sich auf dem Monitor nicht erkennen. Sensible Labortestverfahren und spezifische Biomarker ermöglichen es jedoch, auch solche Formen des Blasenkrebses zu erkennen, so Experten der Europäischen Fachgesellschaften für Urologie.

 

Gezielte Immunsuppression senkt Risiko

Nach einer Nierentransplantation müssen die Betroffenen Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva). Sie verhindern, dass der Körper das fremde Organ abstößt. Gleichzeitig schwächen diese Medikamente aber auch die Fähigkeit des Immunsystems, gefährlich veränderte Zellen zu erkennen und zu bekämpfen. Einige der Immunsup­pressiva tragen durch bestimmte Wirkstoffe selbst dazu bei, dass der Körper Krebszellen bildet. Umso wichtiger ist es, die Medikamente so gezielt wie möglich einzusetzen. Regelmäßig den Medikamentenspiegel im Blut zu untersuchen hilft Ärzten dabei, die Dosis individuell anzupassen.

 

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IPF-Faltblatt Blasentumor

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