Blasenkrebs: Urintests unterstützen Diagnose

In Deutschland erkranken jährlich rund 31.000 Menschen an Blasenkrebs. Je früher die Krankheit entdeckt wird, desto besser sind die Aussichten auf eine erfolgreiche Therapie. Bei Beschwerden wie blutigem oder braun verfärbtem Urin helfen Urinanalysen dabei, einen Verdacht auf Blasentumore zu klären.

Beschwerden ernst nehmen und abklären

Bei Blasenkrebs gehen die bösartigen Zellveränderungen meist von der Schleimhaut der Harnblase aus. Die Erkrankung verursacht im Frühstadium in der Regel keine eindeutigen Beschwerden. Häufig treten jedoch Symptome auf, die denen einer Blasenentzündung ähneln: erschwertes, bisweilen schmerzhaftes Wasserlassen und häufiger Harndrang. Zeigt sich Blut im Urin, sollten Betroffene zügig die Ursache untersuchen lassen. Dazu eignen sich In einem ersten Schritt Urinstreifentests. Sie können Bakterien und Entzündungszeichen in einer Urinprobe entdecken und helfen Ärzt*innen so, zunächst abzuklären, ob die Beschwerden auf eine Blasenentzündung zurückzuführen sind.

Test auf Blut im Urin für Risikogruppen

Zwar gibt es bereits verschiedene Labortests auf Biomarker, die auf Blasenkrebs hindeuten können. Allerdings übernehmen die Krankenkassen die Kosten bisher nicht, da der Nutzen für die breite Bevölkerung bislang nicht ausreichend belegt ist. Im konkreten Einzelfall können Biomarker-Tests jedoch durchaus eine sinnvolle Ergänzung der Diagnostik darstellen und werden dann auch von den Kassen bezahlt. Für bestimmte Risikogruppen wie Raucher*innen und Berufsgruppen, die mit aromatischen Aminen in Kontakt kommen (z.B. chemische, Gummi-, Farbstoff- und Lederindustrie) empfehlen Leitlinien zudem Untersuchungen auf unsichtbares Blut im Urin (Mikrohämaturie). Dabei untersuchen Labormediziner*innen Urinproben unter dem Mikroskop auf Blutspuren. So lassen sich Harnblasenkarzinome bereits erkennen, bevor Beschwerden auftreten.

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