Aschermittwoch für die Leber

Karneval – das geht nur mit Alkohol? In Umfragen bejaht das fast jeder Zweite (46 Prozent) der Jecken. Ohne Kater übersteht man den Aschermittwoch allerdings deutlich besser – und auch im restlichen Jahr freut sich der Organismus übermäßigen Alkoholkonsum. Zu viel vom Destillierten, Gebrauten oder Gekelterten schädigt auf Dauer die Leber. Regelmäßige Labortests zeigen, wie es um die Lebergesundheit bestellt ist und können Einsicht in das eigene Trinkverhalten schaffen, so das IPF.

Junger Mann liegt nach Kanrevalsparty betrunken auf dem Sofa

Leber unter Druck

Die Leber ist das einzige Organ, das Alkohol in nennenswertem Maße abbaut. Dabei leistet sie Schwerstarbeit: Da der Körper nur zwei bis zehn Prozent des Alkohols über Lunge, Niere und Haut ausscheiden kann, muss die Leber 90 bis 98 Prozent des Giftstoffs abbauen. Dafür benötigt sie jedoch eine gewisse Zeit. Der überschüssige Alkohol kann währenddessen Gehirn, Muskeln und Organgewebe schädigen. Wer dauerhaft zu viel trinkt, riskiert Lebererkrankungen wie Fetteinlagerungen im Lebergewebe (alkoholische Fettleber), Leberzirrhose und Leberkrebs.

 

Lebercheck mit Blut- und Urintests

Lebererkrankungen verursachen lange Zeit keine Symptome. Darum nutzen Mediziner verschiedene Labortests, um die Funktionstüchtigkeit der Leber zu überprüfen. Blutuntersuchungen zeigen, ob die Werte bestimmter Leberenzyme (Transaminasen) erhöht sind. Veränderte Albumin-Konzentration und Unregelmäßigkeiten bei den Gerinnungsfaktoren im Blut weisen ebenfalls auf Leberschäden hin. Zusätzlich können Mediziner aus erhöhten Urobilinogen-Werten im Urin auf eine Schädigung der Leberzellen schließen. Zur Erfolgskontrolle von Alkoholentwöhnungsmaßnahmen eignet sich der Transferrin-Test: Wenn Eisen im Blut transportierende Proteinmoleküle einen bestimmten Defekt aufweisen, deutet dies auf regelmäßig erhöhten Alkoholkonsum hin.

 

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