Eine Frage der Menge
Die Leber kann als einziges Organ des Körpers Alkohol in nennenswertem Umfang abbauen. Dabei helfen ihr unterschiedliche Enzyme. Die Eiweißstoffe sorgen aber nicht nur dafür, dass der Körper den Alkohol bewältigen kann. Beim Abbau entstehen auch Stoffe, die in großen Mengen die Zellmembranen schädigen können und zur Ansammlung von Fettsäuren im Lebergewebe führen. Je häufiger die Leber große Mengen Alkohol abbauen muss, desto größer wird die Gefahr für Lebererkrankungen wie Fettleber und Leberzirrhose. Letztere lässt das Krebsrisiko deutlich steigen: Rund 90 Prozent aller Leberkrebs-Erkrankungen entwickeln sich aus einer Zirrhose.
Lebergesundheit mit Labortests checken
Die meisten Lebererkrankungen machen sich erst im fortgeschrittenen Stadium bemerkbar. Einfache Blut- oder Urintests zeigen, ob das Organ gesund ist. Erhöhte Werte von bestimmten Transaminasen (bestimmte Leberenzyme), Eiweißen und Ammoniak geben Hinweise auf Lebererkrankungen. Auch Störungen der Blutgerinnungswerte können Leberschäden signalisieren. Medizinische Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) empfehlen Menschen ab 35 Jahren, ihre Leberwerte regelmäßig checken zu lassen. Besteht ein konkreter Krankheitsverdacht, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Untersuchungen.
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