Wadenkrämpfe – Ursachen mit Labortests finden

Wadenkrämpfe sind extrem schmerzhaft und quälen ihre Opfer vor allem nachts. Vor allem ältere Patienten klagen über Wadenkrämpfe. Nach Angaben von Experten verkrampft sich die Muskulatur bei mehr als jedem zweiten über 80-Jährigen. Bei 40 Prozent der Betroffenen treten die Krämpfe mehr als dreimal pro Woche auf. Labortests helfen bei der Ursachenforschung.

 

Seniorin auf Sofa massiert Bein mit Wadenkrämpfen

Breites Spektrum an möglichen Ursachen

Polyneuropathien und Radikulopathien können ebenso Krämpfe verursachen wie endokrine Störungen (beispielsweise Schilddrüse, Morbus Addison). Zudem sollten Mediziner eine LeberzirrhoseHepatitis: rechtzeitig erkennen mit Labortestssowie Alkohol- und Medikamentenabusus als potenzielle Ursachen für Wadenkrämpfe in Betracht ziehen. Auch bestimmte Medikamente wie Betamimetika, Betablockern, Cholinesterasehemmern, Statinen, Diuretika, Kalziumantagonisten und konjugierten Östrogenen begünstigen die Crampi.

 

Gründliche Anamnese und Labortests

Bei der Ursachenforschung sollten Ärzte neben der Provokationssituation daher immer auch die Medikamenteneinnahme erfragen. Von den Laborwerten interessieren vor allem die Elektrolytemit Magnesium und Kalzium, die Nieren- und Leberwerte, der Blutzucker, die Schilddrüsenhormone und die Kreatinkinase.

 

Quelle:

Medical Tribune