Verdacht auf Pseudothrombozytopenie labordiagnostisch ausräumen

Blutbilder gehören zu den wichtigen labordiagnostischen Instrumenten, um Krankheiten auf die Spur zu kommen. Mitunter kommt es jedoch dazu, dass der Laborbefund zwar eine verminderte Anzahl von Thrombozyten anzeigt – dieses Ergebnis jedoch nicht zur Symptomatik des Patienten passt. Weitere Laboruntersuchungen können zur Klärung beitragen.

Bluprobenröhrchen liegen auf Laboranforderungsbogen

Hinweise auf Pseudothrombozytopenie erkennen

Eine Pseudothrombozytopenie tritt auf, wenn nach der Blutentnahme die im Hämatologie-Probenröhrchen vorhandenen Thrombozyten verklumpen. Experten schätzen, dass die Häufigkeit einer Pseudothrombozytopenie bei ein bis drei von tausend Untersuchungen liegt. Behandelnde Ärzte sollten den Bluttest überprüfen, wenn der Befund klinisch nicht zur Erkrankung passt oder die Thrombozytenzahl zwischen zwei Messungen stark schwankt.

Labordiagnostische Differentialdiagnose

Vermuten Ärzte eine Pseudothrombozytopenie, sollten sie das Ergebnis überprüfen lassen. Verfügt die Praxis über ein Labor, können die Thrombozyten am Point of Care sofort ausgezählt werden. Eine normale Zahl an Thrombozyten bestätigt den falsch-positiven Befund. Eine quantitative Bestätigung des Mangels oder auch des Normalwertes gelingt auch mit einer Messung in Citrat-Blut. Zur qualitativen Kontrolle eignet sich auch ein Blutausstrich.

 

Quelle:

Medical Tribune

 

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