Risikomodell berechnet Krankheitsentwicklung
An der Prognose der neu auftretenden Krankheitsfälle arbeiteten Wissenschafler*innen des Robert Koch-Instituts und der Universität Witten/Herdecke. Dazu nutzten sie Daten aus dem Befragungssurvey Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA) 2022 sowie Daten von Krankenversicherungen zum Anteil der Diagnosen von Typ-2-Diabetes. Auch Daten zur Übersterblichkeit flossen in die Modellrechnungen ein. Auf dieser Grundlage entwickelte das Forschungsteam ein Risikomodell und berechnete damit verschiedene Szenarien zur Entwicklung der Fallzahlen bis 2050. Sollten zukünftig ebenso viele Diabetes-Erkrankungen auftreten wie im Jahr 2022 und zudem die Übersterblichkeit gleichbleiben, steigt die Zahl der Diabetes-Patient*innen laut dem Modell bis 2050 auf 11,01 Millionen Betroffene.
Bessere Diabetes-Vorsorge wichtig
Eine günstigere Entwicklung ist möglich, wenn die Zahl der Erkrankungsfälle zukünftig um zwei Prozent sinkt. Den Berechnungen zufolge läge die zu erwartende Zahl der Betroffenen im Jahr 2050 bei nur noch 8,39 Millionen. Um dieses Ziel erreichen zu können, kommt es nach Aussagen der Wissenschaftler*innen darauf an, Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes frühzeitig zu erkennen und zu reduzieren. Dazu gehören etwa Diabetes-Vorstufen wie eine Insulinresistenz und das metabolische Syndrom. Beide lassen sich zuverlässig mit Labortests erkennen.
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