Offenes Gespräch anbieten
Scham und Angst führen oft dazu, dass Betroffene weder mit ihrem Partner über Symptome sexueller Infektionen sprechen noch ärztlichen Rat suchen. Deswegen sollten Ärzte STI im Patientengespräch konsequent entstigmatisieren. Wenn Patienten wissen, dass die Erreger beim Sex sehr leicht übertragen werden und Infektionen somit relativ häufig auftreten, verlieren sie die Angst, über ihre Infektion zu sprechen. Ausreichend informiert können sie sich und andere schützen und Infektionsketten durchbrechen.
Koinfektionen vermeiden
Im direkten, vertraulichen Gespräch sollten Ärzte oder entsprechende Beratungsstellen auf die Risiken sexuell übertragbarer Infektionen hinweisen. Das reduziert auch mögliche Koinfektionen. Denn Patienten mit einer STI sind zwei- bis zehnmal anfälliger für eine HIV-Infektion als gesunde Menschen. Besonders häufig treten Chlamydien-Infektionen und Gonorrhoe gemeinsam auf. Um Mehrfachinfektionen zu vermeiden, sollten Ärzte grundsätzlich alle Patienten mit Chlamydien bzw. Gonorrhoe auf weitere STI testen, rät die DSTIG.
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Quellen:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
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