Symptomlinderung in den Vordergrund stellen
Laut einer Umfrage der DAK erhofft sich die Mehrzahl der Patienten, mit Antibiotika schneller gesund zu werden und weniger unter den Symptomen zu leiden. Experten raten dazu, im Patientengespräch zu erfragen, welche Motive hinter dem Wunsch nach Antibiotika stehen. Beschwerden lassen sich mit symptomatischen Therapieoptionen ohne Antibiotika effektiv lindern. Das gilt auch für Patienten mit Sinusitis: Wissenschaftler stellten in einer internationalen Studie fest, dass bei nur etwa fünf von 100 Patienten unter Antibiotika eine schnellere Besserung eintrat.
Therapiempfehlungen berücksichtigen
Entwickelt sich aus dem common cold doch ein Entzündungsgeschehen (etwa eine Tonsillopharyngitis oder Otitis media), sollten behandelnde Ärzte sich an bewährte Diagnose- und Behandlungsschemata handeln. Dazu hat etwa die KBV Informationen zusammengestellt, wann Antibiotika indiziert sind und welche Wirkstoffklasse eingesetzt werden sollte. Auch die Leitlinie „Antibiotikatherapie der Infektionen an Kopf und Hals“ (wird zur Zeit überprüft) unterstützt Ärzte bei der Wahl des richtigen Antibiotikums.
Quellen:
AWMF-Leitlinie „Antibiotikatherapie der Infektionen an Kopf und Hals“
