Frühe Diagnose sichert adäquate Therapie
In frühen Krankheitsstadien ist es schwierig, Parkinson von atypischen Parkinson-Syndromen (APD) abzugrenzen. Früh zu diagnostizieren ist jedoch wichtig, weil sich die Krankheitsprogression und der potenzielle Nutzen einer Behandlung zwischen Parkinson und APDs dramatisch unterscheiden: Atypische Parkinson-Syndrome sind selten, aber sie schreiten viel schneller voran und führen mit höherer Wahrscheinlichkeit zum Tod als Morbus Parkinson. Für ihre die Studie untersuchten die Forscher 504 Probanden aus Schweden und England jeweils in drei Studiengruppen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern.
NfL-Spiegel als guter Biomarker
Mit hochsensitiven Einzelmolekül-Arrays (SiMoA) wurden die NfL-Spiegel im Blut gemessen. Die Forscher fanden starke Korrelationen zwischen den NfL-Konzentrationen in Blut und Rückenmarksflüssigkeit NfL (p ≤ 0,001). Bei Patienten mit atypischen Parkinsonsyndromen waren die NfL im Blut höher als die NfL-Konzentrationen bei Parkinson-Patienten und Gesunden (p < 0,001). Bei den schwedischen bzw. englischen Probanden wies der Bluttest eine Sensitivität von 82 Prozent bzw. 80 Prozent und eine Spezifität von jeweils 91 Prozent auf. Für Patienten in frühen Krankheitsstadien (< 3 Jahre) lag die Sensitivität bei 70 Prozent und die Spezifität bei 80 Prozent. So ließ sich die NfL-Blutkonzentrationen zwischen PD und APDs sogar schon zu einem frühen Krankheitszeitpunkt unterscheiden.
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