Die Symptome bei Pneumonien durch Legionellen sind unspezifisch: Die Patienten klagen über Kopf- und Gliederschmerzen, trockenen Reizhusten und Schüttelfrost. Die Temperatur steigt schnell auf 39 bis 40,5 °C. Eine spezifische Labordiagnostik bei Verdacht ermöglicht eine gezielte Therapie. Kulturelle Erregernachweise aus Sputum, Lungengewebe bronchoalveolärer Lavage, Trachealssekret oder Pleuralflüssigkeit benötigen mehrere Tage; der Nachweis von Antikörpern ist retrospektiv.
Schnelle Alternative: Urintest
Alternativ lassen sich die Infektionen mit dem Test auf Legionellen-Antigen im Urin klären. Das Antigen wird oft schon zwei bis drei Tage nach Beginn der Symptome ausgeschieden. Schnelltests für die Praxis weisen üblicherweise den Serotyp I nach, dem häufigsten Legionellen-Erreger bei ambulant erworbenen
Pneumonien. Der Test ist einfach zu handhaben, das Ergebnis liegt binnen 15 Minuten vor. Für den wird weniger als 1 ml Urin benötigt. Der Urin kann bei 2 bis 8 °C bis zu 14 Tage aufbewahrt werden.
Informationen zur Abrechnung
EBM-Abrechnung: Der Schnelltest kann nach der EBM-Ziffer 32707 (11,90 €) als Ähnliche Untersuchung abgerechnet werden, die Begründung der medizinischen Notwendigkeit ist erforderlich.
GOÄ-Abrechnung: Die Abrechnung erfolgt mit einfachem Satz nach GOÄ-Ziffer 4522 (14,57 €).