Neu: Leitlinie zur Hautkrebs-Prävention

Seit Anfang des Jahres liegt eine neue Leitlinie zum Thema Hautkrebs vor. Sie befasst sich erstmalig gezielt damit, wie Ärzte ihre Patienten über Risiken und Vorsorgemöglichkeiten aufklären können. Federführend war die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e. V.

Die S3-Leitlinie „Prävention von Hautkrebs“ dokumentiert systematisch die aktuell verfügbaren wissenschaftlichen Ergebnisse zur Ätiologie sowie zur Inzidenz und Prävalenz aller malignen Hautkrebsentitäten. Sie nimmt außerdem Stellung dazu, welche Maßnahmen zur Früherkennung geeignet sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den drei häufigsten Hautkrebserkrankungen Malignes Melanom (MM), Basalzellkarzinom (BZK) und Plattenepithelkarzinom (PEK).

 

Ganzkörperinspektion empfohlen

Mediziner finden in der Leitlinie zudem evidenz- und konsensbasierte Empfehlungen, wie sie Patienten erfolgreich aufklären können und richtig untersuchen. Einstimmig raten die Autoren der Leitlinie zur Ganzkörperinspektion als erster Vorsorgeuntersuchung. Dabei sollten die durchführenden auch kleine Hautveränderungen mit bloßem Auge erkennen können. Einstimmig raten die Experten: Ärzte, die ein Hautkrebsscreening durchführen wollen, sollten sich durch mehrstündige Weiterbildungen qualifizieren.

 

Handlungshilfen für die Praxis

Bei Vorsorge und Diagnostik können Ärzte ihre Patienten aktiv einbinden: Erst sollten sie nach Hautveränderungen fragen, die der Patient an sich selbst beobachtet hat. Für diese und weitere Arzt-Patienten-Gespräche – etwa bei positiven Befunden – finden Ärzte Hilfestellungen in der neuen Leitlinie.

 

Quelle:

Leitlinienprogramm Onkologie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V., der Deutsche Krebsgesellschaft e.V. und der Deutsche Krebshilfe e.V.

 

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S3-Leitlinie zur Prävention von Hautkrebs