Nachweis der Urogenital-Tuberkulose mit Bakterienkulturen
Laut Fachmedizinern stellt die Urogenital-Tbc ist die zweit- bis dritthäufigste Form der Tuberkulose dar. Sie wird jedoch oft übersehen. Die Erkrankung betrifft Nieren, Harntrakt sowie männliche und weibliche Genitalien und kann direkt über infizierten Urin oder Ejakulat übertragen werden. Experten empfehlen, jeden Patienten mit genitaler Tbc auch auf eine Tbc der Lunge und des oberen Harntrakts sowie auf HIV zu untersuchen. Dazu sollten mindestens drei, besser jedoch fünf Kulturen aus Urin, Ejakulat und Prostatasekret angelegt werden. In schwierigen Fällen sollten Ärzte den subkutanen Tuberkulin-Provokationstest nutzen.
Bilharziose-Diagnostik: Urin, Serum, Bildgebung, Biopsie
Die Bilharziose gilt als gefährlichste Wurminfektion des Menschen. Die Schistosomen wandern in die Venen des Darms oder des kleinen Beckens, etwa der Harnblasenwand, legen Eier ab, blockieren auf diese Weise Gefäße und lösen chronische Entzündungen aus. Eine der gefährlichsten Spätfolgen ist ein Blasentumor. Der Nachweis des Parasitenbefalls gelingt mitunter aus der Urinzytologie. Unterm Mikroskop zeigen sich ausgeschiedener Eier oder schlüpfende Larven. Auch einige serologische Tests weisen auf Bilharziose hin. Es können aber auch Urethrozystoskopie oder Harnblasen-Biopsien notwendig werden.
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