Weite Wege zur Behandlung statt kurz entschlossen zur Vorsorge
Für die bestmögliche Behandlung einer Krebserkrankung nehmen die Befragten weite Wege auf sich: Laut Studie würden 86 Prozent der Befragten wöchentlich bis zu 25 Kilometer zur Behandlung fahren. Jeder Fünfte wäre sogar bereit, wöchentlich bis zu 100 Kilometer zurückzulegen. Paradox erscheint es, dass die Früherkennungsuntersuchungen zur Krebsvorsorge nach wie vor nur zögerlich genutzt werden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts gehen nur 67 Prozent der Frauen und nur 40 Prozent der Männer zur Früherkennung.
Handlungshilfen für Ärzte
Mit gezielter Ansprache können Ärzte ihre Patienten motivieren, an Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen teilzunehmen. Auch Erinnerungen per Brief oder E-Mail sind erlaubt, wenn die Patienten per Unterschrift zugestimmt haben. Die KBV stellt dazu auf ihrer Homepage Mustererklärungen und weitere Informationen zur Verfügung. Bei heiklen Themen wie etwa der Darmspiegelung unterstützen Gesprächsleitfäden Ärzte bei der Kommunikation mit den Patienten. Vorsorge- und Früherkennungsleistungen sowie Impfungen vergüten die Krankenkassen übrigens außerhalb des Regelleistungsvolumens – ohne Mengenbegrenzung zu festen Preisen.
Quellen:
Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein

