Gezielt nach Risikofaktoren fragen
Alter, Rauchen, Beruf, Vorerkrankungen – diese Faktoren können Hinweise darauf geben, wie wahrscheinlich eine Blasenkrebserkrankung ist. So erkranken Männer im Durchschnitt mit 72 Jahren, Frauen mit etwa 74 Jahren. Auch Jüngere kann es treffen – vor allem, wenn sie bestimmte Risikofaktoren mitbringen. An erster Stelle steht dabei Tabakkonsum. Der berufliche Kontakt mit aromatischen Aminen, die in der Gummi-Industrie, in Farben und in der chemischen und pharmazeutischen Industrie zum Einsatz kommen, erhöht das Risiko ebenso wie chronische Harnwegsinfekte und bestimmte Medikamente.
Frühzeitige Diagnose mit Labortests
Neben bildgebenden Verfahren sollten Ärzte bei Risikopatienten auch eine Urinzytologie durchführen. Neue Laboruntersuchungen auf urinlösliche Blasenkrebsmarker können diese Standardverfahren ergänzen. Mit Hilfe neuester Tests können Mediziner die Wahrscheinlichkeit quantifizieren, dass ein Tumor in der Harnblase vorliegt. Nach wie vor raten medizinische Fachgesellschaften in den Leitlinien dazu, die Diagnose mit einer Blasenspiegelung abzusichern.
Quelle:
Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. und Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.
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