Auf Masern-Impfung hinweisen

Infektionen mit Masern stellen immer wieder auch hierzulande ein Problem dar. Bis Ende März registrierte das Rober Koch-Institut (RKI) mit 410 Fällen bereits mehr Masern-Erkrankungen als im gesamten Jahr 2016 (325 Fälle). Experten raten dazu, den Impfstatus bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu überprüfen und gegebenenfalls zu ergänzen. Eine Argumentationshilfe des RKI und des Paul-Ehrlich-Instituts unterstützt Ärzte im Patientengespräch.

Ungeimpfte Kinder besonders betroffen

Nach Angaben des Centrums für Reisemedizin betreffen die Erkrankungsfälle überwiegend

ungeimpfte sowie nicht ausreichend geimpfte Kinder. Nach wie vor zeigt die Auswertung von Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen, dass die Masern-Impfung nicht zeitgerecht erfolgt. Zwar erreichten 13 von 15 Bundesländern die Impfquote von mindestens 95 Prozent für die erste Impfung. Für die notwendige zweite Impfung wurde diese Quote jedoch weder für die Gruppe der Zweijährigen noch für die der Dreijährigen erreicht. Ärzte sollte Eltern auf die Wichtigkeit der Masernimpfung ansprechen. Mit einer online abrufbaren

Jugendliche und Erwachsenen nachimpfen

Auch bei Jugendlichen und Erwachsenen lässt der Masern-Impfschutz zu wünschen übrig. Die Ständige Impfkommission am RKI empfiehlt allen nach 1970 geborene Erwachsenen, die in der Kindheit nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft worden sind oder deren Impfstatus unbekannt ist, eine einmalige Masern-Impfung. Vorzugsweise sollten Ärzte dafür einen Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff nutzen.

 

zur Argumentationshilfe Impfen des RKI

 

 

Quellen:

Ärztezeitung

Robert Koch-Institut