Aktuelle Entwicklungen bei Impfempfehlungen für Reisende beachten

Hausärzte gehören zu den klassischen Anlaufstellen für Reiseimpfungen. Krankheitsausbrüche in Reiseländern wie Brasilien oder Laos führen zur Zeit zu verschärften Einreisebedingungen. Experten informieren über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen für die Beratung. Vor allem gegen Gelbfieber, Polio und Dengue sollten Reisende aktuellen Impfschutz vorweisen können.

Modell einer Vespa steht vor kleinem Wegweiser mit Aufschrift "Ferne"

Einreise nur mit Gelbfieberimpfung

Seit dem Gelbfieberausbruch in Brasilien bestehen in bestimmten Reiseländern verschärfte Einreisebedingungen. So müssen Reisende nach Bolivien eine Gelbfieber-Impfung nachweisen. Nicaragua verlangt darüber hinaus auch von Transitreisenden aus Endemiegebieten einen entsprechenden Impfnachweis. Die STIKO empfiehlt aktuell nur eine Gelbfieberimpfung, da diese nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lebenslang schützt. Viele Reiseländer bestehen dennoch auf eine Nachimpfung nach zehn Jahren. Ebenfalls wichtig für das Beratungsgespräch: die reiselustigen Patienten darauf hinweisen, dass sie die Gelbfieberimpfung bei speziellen Impfzentren bzw. Impfärzten vornehmen lassen müssen.

Patienten auch auf Polio-Impfung hinweisen

Eine auch weiterhin für die Reisemedizin wichtige Impfung ist nach Angaben von Reisemedizinern die Polio-Impfung. Vor allem der Ende 2016 erneut in Pakistan aufgetretene ein Polio-II-Virusstamm bringt die Experten zu dieser Einschätzung. Die WHO hatte Polio II schon als ausgerottet erklärt. Weil die in den gefährdeten Ländern verwendete Schluckimpfung daraufhin keine attenuierten Polio-II-Viren mehr enthielt, fehlt vielen Menschen in diesen Gebieten der Impfschutz. Das gefährdet auch ungeimpfte Reisende. Einige Länder haben ihre Einreisebedingungen entsprechend verschärft. Reisende nach oder über Pakistan müssen eine Polio-Impfung vorweisen, die längstens ein Jahr zurückliegt. Für Afghanistan, Nigeria und Laos wir die Polio-Impfung ebenfalls empfohlen.

 

Quelle:

Ärztezeitung

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