Ältere Patienten richtig gegen Grippe impfen

Die Grippewelle rollt. Impfungen schützen jeden zweiten bis jeden vierten Geimpften vor der Infektion. Für ältere Menschen gelten spezielle Impf-Anforderungen. Die Arbeitsgruppe Impfen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hat dazu Tipps für Hausärzte zusammengestellt.

Alter Mann mit Grippe niest in ein Taschentuch

Den passenden Impfstoff wählen

Bei der Auswahl des hilfreichsten Impfstoffs spielen Alter und Multimorbidität der Patienten eine große Rolle. Die Experten der DGG raten dazu, abhängig von der körperlichen Verfassung eine quadrivalente Influenza-Vakzine (QIV) zu verwenden. Kommt dies nicht in Frage, sollten Mediziner eine adjuvantierte Vakzine erwägen. Je älter und fragiler ein Mensch ist, desto sinnvoller sind stärker immunogene Grippeimpfstoffe, auch wenn diese derzeit nur trivalent verfügbar sind. Daten des Robert Koch Institutes zeigen: Diese Patienten sind vorrangig vom Influenza Virusstamm A(H3N2) bedroht. Eine bessere Wirksamkeit gegen diesen Problemerreger mit häufig schweren Verläufen ist für diese Patientengruppe von besonders großer Bedeutung.

Grippe-Impfung auch jetzt noch sinnvoll

Die Experten der DGG weisen darauf hin, dass die Wirkung der Impfung mit fortschreitendem Alter weniger lang anhält. Aus diesem Grund empfehlen sie, Senioren nicht zu früh gegen Grippe zu impfen. Es reicht, die Immunisierung Ende Oktober bis Anfang November durchzuführen. Patienten, die sich bis zum Jahreswechsel noch nicht hatten impfen lassen, können Ärzte guten Gewissens auch jetzt noch eine Impfung empfehlen. Da die Hauptsaison der Influenza habe in den vergangenen Jahren im Februar und März lag, profitieren Ältere auch jetzt noch von der Impfung.

 

zur Impfempfehlungen der DGG

 

Quelle:

Ärztezeitung

 

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