Zecken: Mehr Menschen wegen FSME im Krankenhaus

In den vergangenen 20 Jahren mussten im Durchschnitt immer mehr Menschen wegen einer FSEM-Infektion im Krankenhaus behandelt werden. Zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Bundesamt bei der Auswertung von Meldezahlen bis zum Jahr 2023. Zu einer FSME-Erkrankung muss es jedoch gar nicht kommen. Eine Impfung schützt zuverlässig vor der durch Zecken übertragenen Krankheit.

Eine Zecke im Gras.
Ingo Sch. | Fotolia

Impfung gegen FSME – aber richtig

Der erblühende Frühling lockt jedes Jahr nicht nur Menschen ins Grüne. Die steigenden Temperaturen beleben auch die Aktivitäten von Zecken und ermöglichen den Spinnentieren fette Beute. Bei ihrer Blutmahlzeit können Zecken neben Borreliose auch Viren übertragen, die Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute (Frühsommermeningoenzephalitis) verursachen können. Gerade wer in einem FSME-Risikogebiet lebt, sollte daher auf den Impfschutz nicht verzichten. Für die vollständige Wirkung braucht es drei Impfungen im Abstand von zwei bis zwölf Wochen und dann fünf bis zwölf Monaten nach der ersten Impfung. Der Impfschutz hält dann mindestens 3 Jahre.

Viel draußen gleich höheres FSME-Risiko

Auswertungen des Statistischen Bundesamtes sowie des Robert Koch-Instituts (RKI) unterstreichen, wie sinnvoll eine FSME-Impfung ist: Im Corona-Jahr 2020 überbrückten viele Menschen die Lockdowns mit Ausflügen und Aufenthalten im Grünen. Parallel dazu stieg die Zahl der Menschen, die wegen FSME im Krankenhaus behandelt werden mussten, auf knapp 900 – der höchste Wert der vergangenen 20 Jahre, so das Statistische Bundesamt. Und: Laut RKI sind fast alle Menschen mit einer FSME-Erkrankung nicht oder nicht vollständig gegen FSME geimpft, zuletzt 98 Prozent im Jahr 2025.

 

Weitere Informationen zu diesen Themen