Hochdosiertes Vitamin D nur nach ärztlicher Beratung
Mediziner*innen zufolge sollte die Konzentration von Vitamin D im Blutserum bei mindestens 20 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) Blutserum liegen. Eine bundesweite Erhebung des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigt, dass nur 44 Prozent aller Erwachsenen diesen Wert erreichen. Ein deutlicher Mangel von unter 12 ng/ml liegt jedoch nur bei 15 Prozent der Menschen vor. Um einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel auszugleichen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Erwachsenen, täglich 20 Mikrogramm Vitamin D (800 Internationale Einheiten, I.E.). Hochdosierte Präparate liegen aber schnell über dieser Grenze.
Zu viel Vitamin D schädigt die Nieren
Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt ausdrücklich davor, auf Verdacht langfristig hochdosierte Vitamin-D-Supplemente einzunehmen. Dies sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Aus guten Gründen: Zu viel Vitamin D schädigt auf Dauer die Nieren bis hin zum Nierenversagen. Die tolerierbaren Höchstwerte für die Gesamtzufuhr von Vitamin D hat die die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) auf 100 Mikrogramm pro Tag für Erwachsene und Kinder ab 11 Jahren festgelegt, für Kinder bis 10 Jahre liegt der Wert bei 50 Mikrogramm. Aber Achtung: Diese Werte berücksichtigen die gesamte Vitamin-D-Aufnahme aus Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensmitteln.
Es loht sich also, vor der Einnahme von Supplementen Klarheit zu schaffen: Ob und wie viel Vitamin D wirklich ersetzt werden muss, zeigen Bluttests.
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