Früherkennung bislang problematisch
Parkinson gehört zu den häufigsten Nervenerkrankungen weltweit. In Deutschland sind schätzungsweise mehr als 250.000 von der Krankheit betroffen, Tendenz deutlich steigend. Insbesondere ältere Menschen erkranken. Die Hände beginnen zu zittern, der Gang wird schlurfend, die Mimik allmählich starrer. Diese motorischen Symptome treten allerdings meist erst auf, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist. Experten gehen davon aus, dass bereits 80 Prozent der Nervenenden und bis zu 50 Prozent der schwarzen Gehirnsubstanz unwiederbringlich verlorengegangen sind, wenn die Behandlung einsetzt.
Tränentest für die Parkinson-Diagnose
Ein Test könnte helfen, Parkinson bereits im Frühstadium zu erkennen. Forscher haben in der menschlichen Tränenflüssigkeit bestimmte Eiweiße entdeckt, die eindeutig auf Parkinson hinweisen. Für den Test legt der Arzt ein kleines Stück speziellen Papiers in den Bindehautsack ein, das die Tränenflüssigkeit aufsaugt. Anschließend messen Labormediziner die Konzentration eines bestimmten Proteins. Mediziner hoffen nun darauf, mit Hilfe dieses einfachen Tests die Krankheut in Zukunft viel früher diagnostizieren und behandeln zu können. Vorteil: Symptome ließen sich rechtzeitig abschwächen und die Lebensqualität der Patienten steigern.
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