Sexuelle Gesundheit: Wissen über HPV in Deutschland muss besser werden

Bestimmte Humane Papillomviren (HPV) können Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs, Anal- und Peniskrebs sowie Krebs im Hals- und Rachenraum auslösen. Einer Umfrage zufolge wissen dies hierzulande jedoch nur 32 Prozent der 16- bis 60-Jährigen, nur 40 Prozent der Befragten kennen den Begriff HPV. Eine Impfung für Jungen und Mädchen schützt vor Ansteckung mit HPV.

HPV betrifft Männer und Frauen

HPV gehört zu den sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Im Rahmen der HPV Awareness Study befragten die Forscher Menschen in zehn Europäischen Ländern, in denen die HPV-Impfung empfohlen wird. Dabei zeigt sich: Im Ländervergleich wissen die Menschen in Deutschland am wenigsten über HPV. Dass sich sowohl Frauen als auch Männer mit HPV anstecken können, war nicht einmal jedem zehnten (9 Prozent) der Befragten bewusst.

HPV-Impfung für Mädchen und Jungen

Insgesamt gibt es über 150 HP-Virenstämme, 30 von ihnen werden durch Genitalkontakt übertragen. Nur bestimmte Virenstämme begünstigen jedoch eine Krebserkrankung. Als solche Hochrisiko-Stämme gelten HPV 16 und HPV 18. Vor Ansteckung mit diesen HPV schützt eine Impfung. Die Ständige Impfkommission empfiehlt sie für Jungen und Mädchen im Alter von neun bis 14 Jahren. Der Grund: Studien zeigen, dass die Impfung gegen Hochrisiko-HPV am meisten Wirkung zeigt, wenn sie vor den ersten Sexualkontakten erfolgt. Die Kosten für die Impfung tragen die Krankenkassen.

 

Quellen:

Ärztezeitung online

Robert Koch-Institut