Sexuell übertragbare Infektionen erkennen

Handfest gewordenen Urlaubsflirts können fiese Folgen haben. Vor allem bei ungeschütztem Sex droht Ansteckung mit sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Gemein: Die Erreger infizieren nicht nur Genitalien. Mitunter verletzen sie auch die Haut, Augen, Zunge und Mundschleimhaut. Oft werden diese Symptome von Betroffenen falsch interpretiert – und die Infektion erst mit Verspätung behandelt.

Mann mit Herpesbläschen an der Unterlippe
Dani Vincek - Shutterstock

Symptome nicht nur unten rum

Experten schätzen, dass STI weltweit etwa 110 Millionen Menschen betreffen. Die meisten STI machen sich im Schambereich und anal bemerkbar. Ebenso häufig entwickeln sich jedoch zusätzlich sekundäre Infektionsherde, welche die Haut, die Augen, die Mundhöhle oder andere Körperregionen in Mitleidenschaft ziehen. Eine HPV-Infektion äußert sich mitunter durch kleine Papillome am Zungenrand. Wer schmerzende Veränderungen an den Geschlechtsorganen beobachtet und zugleich unter Halsschmerzen leidet, sollte sich auf eine Infektion mit Gonorrhoe (Tripper) untersuchen lassen: Die Erreger können eine sogenannte Gonokokkenpharyngitis auslösen. Bei Frauen kann es zudem zu Eileiterentzündung und chronischem Beckenschmerz kommen.

Frühzeitige Diagnose, bessere Heilung

Wie bei vielen Infektionen gilt auch für sexuell übertragbare Krankheiten: Je länger die Erreger unerkannt ihr Unwesen treiben können, desto wahrscheinlicher verlaufen die Infektionen komplizierterer und schwerer. Mittels Labortest lassen sich die Ursachen für Beschwerden nach einem feurigen Urlaubsabenteuer jedoch präzise und zügig aufklären – und im Falle einer STI die Erkrankung erfolgreich behandeln. Zum Beispiel Syphilis: In den ersten beiden Krankheitsstadien schlägt die typische Antibiotika-Therapie in der Regel so gut an, dass keine Gesundheitsschäden zurückbleiben. Wird die Infektion jedoch erst im dritten oder vierten Stadium behandelt, lassen sich gesundheitliche Spätfolgen nicht ausschließen.

 

Quelle:

Medscape

 

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