Rheuma: erste Symptome bleiben oft unerkannt

Symptome einer beginnenden rheumatoiden Arthritis werden in der Allgemeinbevölkerung oft nicht ernst genommen. Britische Wissenschaflter stellten in einer Studie fest, dass Betroffene frühe Anzeichen wie steife, schmerzende oder geschwollene Gelenken nicht mit Rheuma in Verbindung bringen und selten deswegen zum Arzt gehen. Das erschwert im schlimmsten Falle die Behandlung.

Männerhänder mit Rheumabeschwerden
Bild: Astrid Gast - fotolia.com

Frühe Diagnose ermöglicht rechtzeige Therapie

Von 1.088 Teilnehmern an der Befragung stellten nur 15 Prozent den Zusammenhang zwischen schmerzenden und steifen Fingern und Handgelenken zu Rheuma her. Problematisch für viele Patienten ist den Wissenschaftlern zufolge das Auf und Ab der rheumatischen Symptome. Gerade zu Beginn der Erkrankung bilden sich Beschwerden häufig wieder zurück – bis sie erneut auftreten. Dieser Schwankungen sowie der langsame Kranheitsbeginn insgesamt sprechen für viele Patienten dafür, mit dem Arztbesuch abzuwarten. Das birgt Risiken: Bei viele Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkres wie etwa die rheumatoide Arthritis kann eine frühzeitige Therapie dauerhafte Gelenkschäden vermeiden.

 Labortests unterstützen Rheuma-Diagnose

Laboruntersuchungen spielen bei der Diagnose von rheumatischen Erkrankungen eine wesentliche Rolle. Fachärzte unterscheiden mehr als 100 verschiedene Erscheinungsformen der Autoimmunerkrankung. Experten der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. empfehlen in einer Leitlinie, dass Ärzte bei Krankheitsverdacht bestimmte Proteine (Autoantikörper) und Rheumafaktoren aus einer Blutprobe bestimmen lassen. Ein Blutbild und eine Blutsenkung ergänzen die Labordiagnostik. Erhärtet das Gesamtbild der Befunde den Verdacht auf Rheuma, sollten betroffene Patienten sich an spezialisierte Rheumatologen wenden.

 

Quelle:

Ärztezeitung