Infektionsherd Türklinke
Für ihre Studie analysierten die Mediziner Proben von 400 Toilettentürklinken an 136 Flughäfen in 59 Ländern. In den Abstrichen fanden sie nicht nur ganz normale Bakterien. Sie stießen auch auf Erreger, bei denen gleich mehrere antibiotische Wirkstoffe versagen (multiresistente Keime, MRSA). Besonders häufig fanden die Forscher das Bakterium Staphylococcus aureus – es ließ sich in jeder 20. Probe nachweisen. Nach Angaben des RKI ist der Anteil resistenter Stämme dieser Bakterien in den letzten Jahren stark gestiegen. In Deutschland liegt der Anteil an multiresistenten S. aureus bei knapp 21 Prozent. Durch den Reiseverkehr legen MRSA-Erreger den Untersuchungen zufolge auch weite Wege unbeschadet zurück: So fanden etwa Bakterien, die typischerweise in Indien vorkommen, den Weg nach Frankreich.
Konsequente Handygiene schützt
Warum gerade die Türklinken sich als Übertragungsort von Bakterien und MRSA herausstellten, erklären die Mediziner so: Zum einen nutzen täglich unzählige Fluggäste und Abholer die Sanitäranlagen auf Flughäfen. Zum anderen geben sich die Besucher die Klinke in der Regel in die Hand, bevor sie sich die Hände waschen. So geraten besonders viele Keime der Haut und des Darms auf die Griffe. Der Rat der Experten: konsequente Handhygiene. Das bedeutet konkret, die Hände so häufig wie möglich zu waschen, Oberflächen möglichst wenig zu berühren und alkoholische Handdesinfektionsmittel benutzen. Letzteres ist zu Hause ausdrücklich nicht sinnvoll.
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