Eiweißbaustein weist auf Tumor der Prostata hin
Ein körpereigener Stoff hilft Ärzten dabei, ein Prostatakarzinom zu erkennen. Es handelt sich um das sogenannte prostataspezifische Antigen (PSA). Dieses Eiweiß stellt der Organismus ausschließlich in der Prostata her. Seine Konzentration im Körper können Labormediziner per Bluttest messen und in Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) angeben. Der Wert liegt in Krebsgewebe zehnmal höher als in gesundem Gewebe. Aber auch andere Ursachen können den PSA-Wert in die Höhe treiben. Neben gutartigen Erkrankungen führen auch bestimmte Sitzpositionen wie beim Fahrradfahren oder Geschlechtsverkehr am Morgen der Blutabnahme zu erhöhten Testergebnissen.
PSA-Wert regelmäßig kontrollieren
Fachmediziner sind sich einig, dass ein einmalig gemessener, erhöhter PSA-Wert allein nicht aussagekräftig ist. Fachgesellschaften empfehlen daher in einer Leitlinie, den Wert regelmäßig zu kontrollieren. Ein erstmals gemessener Wert von weniger als 1 ng/ml gilt als unbedenklich. In diesem Fall reicht es, das PSA alle vier Jahre zu kontrollieren. Patienten mit Werten zwischen 1 und 2 ng/ml sollten alle zwei Jahre zum Test. Liegt die PSA-Konzentration zwischen 2 und 4 ng/ml, raten die Leitlinien-Autoren dazu, den Test vier Wochen später erneut zu kontrollieren. Fällt das zweite Ergebnis negativ aus, sind jährliche Kontrolluntersuchungen angebracht. Ist der Wert auch beim zweiten Test deutlich erhöht, klären weitere Diagnosemethoden wie Ultraschalluntersuchungen und Gewebeproben, ob tatsächlich Prostatakrebs vorliegt. Ri
Quellen:
Gesundheitsleitlinie Früherkennung von Prostatakrebs
Universitätsklinikum Heidelberg
The New England Journal of Medicine, Reevaluating PSA Testing Rates in the PLCO Trial
Mehr lesen:
IPF-Faltblatt Tumore

