Gentest für familiär vorbelastete Patientinnen
Laut Experten des Deutschen Krebsforschungszentrums erkranken in Deutschland jährlich rund 70.000 Frauen an Brustkrebs, 8.000 weitere an Eierstockkrebs. Etwa fünf bis zehn Prozent dieser Patienten tragen eine erbliche Vorbelastung: Diejenigen Abschnitte des Erbguts, die unkontrolliertes Zellwachstum eigentlich verhindern sollen (BRCA1 und BRCA2) sind so geschädigt, dass die Krebsgefahr deutlich wächst. Bei Betroffenen bricht die Erkrankung oft nicht nur deutlich früher aus als im bundesweiten Durchschnitt. Sie müssen auch damit rechnen, an beiden Krebsarten zu erkranken.
Krebsrisiko eindämmen, Vorsorge nutzen
Ein Gendefekt steigert die Wahrscheinlichkeit, an Eierstockkrebs zu erkranken, um bis zu 40 Prozent. Bei Brustkrebs steigt das Risiko sogar auf bis zu 80 Prozent. Das Deutsche Konsortium für Familiären Brust- und Eierstockkrebs empfiehlt den Test auf BRCA-Genveränderung, wenn bereits mehrere weibliche Familienmitglieder an Brust- bzw. Eierstockkrebs erkrankt sind. Fachärzte suchen mittels Blutprobe dann gezielt nach den Genmutationen. Fällt die Untersuchung negativ aus, liegt auch mit Sicherheit keine erbliche Genmutation vor. Für Patientinnen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Erbmutation tragen, übernehmen meistens die Krankenkassen die Untersuchungskosten.
Quellen:
Deutsches Krebsforschungszentrum
Mehr lesen:
IPF Aktuell: Zur Vorsorge gehen, Heilungschancen verbessern
IPF-Faltblatt Tumore
IPF Tipp der Woche: Labortests unterstützen Kampf gegen Krebs
IPF Tipp der Woche: Gesundheitsvorsorge im Alter

