Fieberkrampf nach Impfung: Pädiater beruhigen

Fieberkrämpfe, die bei Kindern nach einer Impfung auftreten, sind nicht gefährlicher als solche, die bei Kindern aus anderen Ursachen auftreten, etwa in Folge einer Virusinfektion. Das berichten Forscher der University of Sydney.

Eine Ärztin gibt einem Teddybär eine Imfung.
Fotolia

Virale Infekte und Impfung als Ursachen

Zwischen zwei und fünf Prozent aller Kinder erleiden in den ersten Lebensjahren bei viralen Infekten mehr oder weniger regelmäßig Fieberkrämpfe. Auch in Folge einer Impfung können die Krämpfe auftreten. Statistiken zeigen: Auf 10.000 geimpfte Kinder kommen zwischen drei und 16 zusätzliche Fieberkrämpfe. Der Anblick ängstigt viele Eltern, gefährlicher als normale Fieberkrämpfe sind sie jedoch nicht. Zu diesem beruhigenden Ergebnis kommen die Kinderfachärzte Dr. Lucy Deng und ihre Kollegen aus Australien.

Fieber kein Grund, nicht zu impfen

Die Kinderfachärzte analysierten die Daten von 1022 Kindern unter sechs Jahren, die zwischen Mai 2013 und Juni 2014 in australische Kinderkliniken eingeliefert worden waren. Sie stellten fest: Deren Fieberkrämpfe dauerten ebenso lange wie bei Kindern mit Infektionen; das Risiko für einen weiteren Fieberkrampf innerhalb der ersten 24 Stunden lag ebenfalls nicht höher. Kinder mussten nach einem Fieberkrampf nach Impfung auch nicht länger im Krankenhaus bleiben oder mehr Medikamente nehmen. Impfungen selbst schützen die geimpften Kinder selbst sowie Menschen, die nicht geimpft werden dürfen, vor Krankheiten, die einen schweren Verlauf nehmen können – etwa Masern.

 

Quellen:

Ärztezeitung online

Ärzteblatt online