Fettlebererkrankungen vorbeugen: jährlicher Bluttest für Risikopatient*innen

Jede*r vierte Erwachsene in Deutschland ist von einer stoffwechselbedingten Fettleber (MASLD; Metabolismus-assoziierte steatotische Lebererkrankung) betroffen. Langfristig können Fetteinlagerungen in den Leberzellen zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen. Da eine Fettlebererkrankung lange Zeit keine Symptome verursacht, empfehlen Fachmediziner*innen für Menschen mit bestimmten Risikofaktoren jährliche Bluttest zur Früherkennung.

Mann im blauen Hemd hält sich die schmerzende Leber
Paulwip | Fotolia

Risikofaktoren für Fettleber

Welche Maßnahmen sich zur Früherkennung einer Fettleber eignen, regelt eine Behandlungsleitline der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Bestimmte Patient*innengruppen tragen ein höheres Risiko dafür, dass sich Fett in der Leber einlagert. Dazu gehören Menschen mit Typ-2-Diabetes, einem metabolischen Syndrom mit Insulinresistenz und erhöhten Blutfettwerten, Übergewicht bzw. Adipositas oder arteriellem Bluthochdruck. Die Expert*innen raten dazu, die Leberwerte solcher Patient*innen mindestens einmal pro Jahr zu kontrollieren. Bei erhöhten Werten zeigt ein Ultraschall der Leber, ob und wie viel Fett das Organ eingelagert hat.

Fettleber aktiv bekämpfen

Wird die Krankheit rechtzeitig erkannt, können Betroffene aktiv ihren Lebensstil umstellen und damit die Erkrankung deutlich verbessern. Mitunter kann sich das Organ sogar wieder regenerieren. Voraussetzungen sind gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Sport, möglichst kein Alkohol und Nikotin. Menschen mit Übergewicht sollten zudem ihr Körpergewicht reduzieren. Zehn Prozent weniger Gewicht kann sowohl eine Verhärtung des Lebergewebes (Fibrose) als auch die Gefahr einer Fettleberentzündung deutlich verringern.

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