Baden in der Ostsee: Vorsicht, Vibrionen!

Usedom, Binz, Boltenhagen, Travemünde, Eckernförde, Damp: Entlang der Ostseeküste steigen die Wassertemperaturen. Aktuell liegen sie bei 20 Grad – und die vorhergesagten warmen Tage werden wohl auch das Meer weiter erwärmen. Das macht den Sprung in die Gezeiten für Badende zwar angenehmer. Allerdings steigt auch das Risiko, dass sich Vibrionen im Wasser vermehren. Besonders Ältere und Menschen mit Immunschwäche sollten dann lieber am Strand bleiben.

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Jean Kobben | Adobe Stock

Bakterien im Wasser

Vibrionen sind Bakterien, die sich ab einer Wassertemperatur von 20 Grad besonders gut vermehren. Kommen die Erreger mit offenen, nicht verheilten Wunden in Kontakt, können sich schwere Infektionen entwickeln. Das gilt auch für Verletzungen, die sich Badende erst im Wasser zugezogen haben. Gefährlich sind die Bakterien nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vor allem für ältere sowie immungeschwächte Personen. Bei ihnen können die Infektionen sich zu einer Sepsis entwickeln. Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Lebererkrankungen oder Krebs tragen ebenfalls ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung und einen schweren Krankheitsverlauf.

Infektion schnell behandeln lassen

Schmerzt nach dem Baden eine sichtbare Wunde übermäßig, sollten Betroffene schnell eine*n Arzt*Ärztin aufsuchen und auf das Bad in Meer hinweisen. Dann können die Mediziner*innen mittels Labortests gezielt nach Vibrionen suchen. Dazu entnehmen sie einen Abstrich aus der Wunde und legen eine Blutkultur an. Die Behandlung mit Antibiotika sollte parallel zu den Tests unverzüglich beginnen, empfehlen Behandlungsleitlinien. Der Grund: Wird die Infektion frühzeitig mit Antibiotika behandelt, verlaufen die Infektionen auch bei Risikopatient*innen moderater.

Quelle:

Ärzteblatt

 

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