Nierenschmerzen: mit Labortests zur richtigen Diagnose

Mit der kälteren Jahreszeit steigt auch das Risiko für Harnwegsinfektionen. Schmerzt es in der Nierengegend, können jedoch auch Harnsteine dahinterstecken. Blut- und Urintests schaffen Klarheit. Eine spezielle Stoffwechseldiagnostik hilft bei der Ursachenforschung, wenn die Nierensteine trotz Behandlung immer wiederkommen.

Blonde Frau auf Sofa hält sich die schmerzenden Nieren
Syda Productions | Adobe Stock

Filterleistung der Niere im Labor bestimmen

Laut Expert*innen der Deutschen Nierenstiftung leiden mindestens fünf Millionen Menschen in Deutschland an einer chronischen Nierenerkrankung. Schwächelt die Niere, kann sie ihre Filterfunktion nicht mehr ausreichend wahrnehmen. In der Folge reichern sich Kreatinin und Harnstoff im Blut an. Ein zu hoher Kreatininwert im Blut gibt Hinweise auf eine Nierenschwäche. Wie gut die Niere noch funktioniert, zeigt die Glomeruläre Filtrationsrate (GFR). Der Wert gibt an, wie viel Blut die Nieren pro Minute filtern. Mindestens 90 Milliliter pro Minute sind normal. Liegt die Filterleistung unter 60 Prozent vom Normwert, liegt eine chronische Nierenschwäche vor.

Ursachenforschung mit Labortests

Beschwerden wie Schmerzen in den Flanken und Blut im Urin können Anzeichen für Nierensteine sein. Neben bildgebenden Verfahren kommen zur Diagnose auch Labortests zum Einsatz. Sie dienen dazu, andere Ursachen für die Symptome wie etwa Harnwegsinfektionen auszuschließen. Bestätigt sich der Verdacht auf Nierensteine, helfen Labortests bei der Ursachenforschung: Erkrankungen wie Gicht und Diabetes können Nierensteine begünstigen.

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