Zum Schutz von Babys: EU-Behörde EMA empfiehlt RSV-Impfstoff

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit verbreiteter Erreger von akuten Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege bei Menschen aller Altersgruppen, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern. Der Arzneimittelhersteller Pfizer hat einen Impfstoff entwickelt, mit dem Mütter ihre ungeborenen Kinder noch während der Schwangerschaft schützen können.

Das Bild zeigt einen schlafenden Säugling.
© Daisy Laparra / Pexels

Jungen erkranken schwerer als Mädchen

Ein Kratzen im Hals, eine laufende Nase und plötzlich bleibt der Appetit aus – eine RSV-Infektion kann plötzlich auftreten und unterschiedlich schwer verlaufen. Bis zum Ende des zweiten Lebensjahres infizieren sich nahezu alle Kinder mindestens einmal mit dem RS-Virus. Bei Kindern ist es die häufigste Ursache für Krankenhausaufenthalte in Europa. Ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken, haben vor allem Frühgeborene, Säuglinge sowie Kinder mit Vorerkrankungen. Jungen erkranken doppelt so oft schwer wie Mädchen.

Die Impfung schützt Risikopatient*innen

Die Impfung soll nun dabei helfen, Antikörper und T-Abwehrzellen zu bilden, die eine RSV-Infektion verhindern können. Bei schwangeren Frauen durchdringen die Antikörper laut der EU-Arzneimittelbehörde EMA die Plazenta und schützen das Kind bis zu sechs Monate nach der Geburt. Die Ema hat die Zulassung des Impfstoffes Abrysvo bereits erteilt, die EU-Kommission muss der Zulassung nun noch zustimmen. Im Juni hatte die EU-Kommission bereits einen ähnlichen Impfstoff gegen das RS-Virus für Menschen ab 65 Jahren zugelassen.


Quelle:
Der Spiegel