Rheuma: Husten als frühes Symptom

Husten und Kurzatmigkeit sind mitunter die ersten Symptome einer Rheuma-Erkrankung. Im Verlauf der Erkrankung kann sich die Lungenfunktion deutlich verschlechtern und eine interstitielle Lungenerkrankung (ILD) entstehen. Neben bildgebenden Verfahren hilft auch der Nachweis von Antikörpern dabei, das Risiko für ein Fortschreiten der ILD bei Rheuma einzuschätzen.

Junge Frau mit Husten wird von Arzt abgehört
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Lungenbeteiligung früh abklären

Expert*innen zufolge entwickelt jede*r dritte Patient*in mit rheumathoider Arthritis bereits im Jahr vor oder nach der Diagnosestellung eine ILD. Dabei kommt es zu Entzündungen und Vernarbungen des Lungengewebes. Mediziner*innen empfehlen daher, die Funktionsfähigkeit der Lunge bei entsprechenden Beschwerden gründlich zu überprüfen und bei noch nicht diagnostizierten Patient*innen auch an die Abklärung einer Rheuma-Erkrankung zu denken.

Mit Biomarkern das Risiko einschätzen

Anhand von Antikörpertests können Ärzt*innen besser einschätzen, wie hoch das Risiko für eine Verschlechterung der Lungenfunktion ist. Dazu gehören Antikörper gegen sogenannte citrullinierte Proteine. Dieser Wert steht in einem engen Wechselverhältnis mit dem Krankheitsgeschehen. Liegt der Wert hoch, so steigt die Gefahr einer Verschlechterung.  Auch die Konzentration von Scl-70-Antikörpern im Blut gibt Hinweise auf den Krankheitsverlauf. Diese Antikörper treten vor allem bei Erkrankungen auf, die mit Verhärtungen des Gewebes einhergehen.

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