Krebsvorsorge: Mammographie-Screening künftig auch für Frauen von 70 bis 75 Jahren

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute die obere Altersgrenze für die Teilnahme am Früherkennungsprogramm auf Brustkrebs angehoben. Zukünftig können auch Frauen im Alter von 70 bis 75 Jahren alle zwei Jahre am Mammographie-Screening teilnehmen. Die Regelung gilt voraussichtlich ab dem 1. Juli 2024.

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Bis zu drei zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen möglich

Die Entscheidung, das Mammographie-Screening auch für Frauen im höheren Alter anzubieten, basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie der Empfehlungen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Der ausgewerteten Studienlage zufolge gehen die Wissenschaftler*innen davon aus, dass das Screening auch in der Altersgruppe der 70- bis 74-Jährigen die Sterblichkeit an Brustkrebs reduziert. Statistisch gesehen können Frauen der Altersgruppe bis zu drei zusätzliche Röntgen-Mammographien nutzen.

Übergangslösung Selbstanmeldung

Das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm ist als Einladungsverfahren angelegt: Anspruchsberechtigte Frauen erhalten von den für sie zuständigen Zentralen Stelle des Mammographie-Screenings ein Schreiben mit der Aufforderung, einen Untersuchungstermin zu vereinbaren. Für die neu anspruchsberechtigten Frauen gilt übergangsweise, dass sie sich vorbehaltlich der Zustimmung des Bundesministeriums für Gesundheit zu dem G-BA-Beschluss ab dem 1. Juli 2024 über die Zentrale Stelle selbst für einen Untersuchungstermin anmelden können.

Quelle:

G-BA