Blasenkrebs: Risiko einschätzen und frühzeitig vorsorgen

Jedes Jahr erkranken rund 29.000 Menschen in Deutschland an Blasenkrebs. Vor allem Raucher sind betroffen. Sie machen je nach Schätzung einen Anteil von 30 bis 70 Prozent unter den Blasenkrebspatienten aus. Auch wer in Kontakt mit bestimmten chemischen Stoffen wie aromatischen Aminen kommt, läuft Gefahr zu erkranken.

Laborantin mit blauen Schutzhandschuhen prüft Urinteststreifen auf Bakterien im Urin.
Alexander Raths - fotolia.com

Online-Risikocheck

Ein Online-Test gibt Nutzern einen ersten Hinweis, ob sie zu den Risikopatienten gehören. Unter www.risikocheck-blasenkrebs.info beantworten Interessierte Fragen zu ihrer Gesundheit, ihrem beruflichen Risiko und Rauchverhalten. Am Ende erhält der Nutzer eine Auswertung und gegebenenfalls den Hinweis, eine Vorsorgeuntersuchung machen zu lassen. Wichtig: Eine individuelle Diagnose durch den Arzt ersetzt der Test nicht.

 

Symptome schwierig zuzuordnen

Aufgrund wenig eindeutiger Symptome wie Blut im Urin oder Schmerzen beim Wasserlassen, die ebenso auf eine Harnwegsinfektion hinweisen können, wird Blasenkrebs häufig erst spät erkannt. Gerade bei Frauen, die zu Blasenentzündungen neigen, kommt der Verdacht auf einen Tumor meist eher spät auf. Oft entdeckt der Arzt ihn zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung.

 

Männer erkranken dreimal häufiger als Frauen

Im Jahr 2010 zählte das Robert Koch-Institut 21.550 betroffene Männer und 7.240 Frauen in Deutschland. Im Durchschnitt erkranken Frauen im Alter von 74 Jahren, Männer mit 72 Jahren. Aber auch Jüngere können einen Blasentumor entwickeln. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt bei männlichen Patienten bei 59 Prozent, bei den Frauen etwas niedriger bei 50 Prozent.

 

Quellen

Ärzte Zeitung

Robert Koch-Institut


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