Zwölf Mal kostenfreie Gesundheitsvorsorge

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Von Brustkrebsfrüherkennung über Schwangerschaftsvorsorge bis Zahngesundheit – insgesamt zwölf Programme zur Gesundheitsvorsorge und Früherkennung von Erkrankungen stehen gesetzlich Versicherten kostenfrei zur Verfügung.

Mit einer Blutprobe im Labor beginnt die Früherkennung im Leben

Vorsorgeuntersuchungen konzentrieren sich auf Krankheiten, die gut zu behandeln sind, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Hierzu zählen die häufigsten Todesursachen, nämlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Tumorerkrankungen. Dazu kommt seit 2017 das Neugeborenenscreening. Per Blutprobe und Molekulardiagnostik suchen Mediziner bereits bei den Kleinsten nach Erkrankungen, die sich durch eine frühzeitige Diagnose zumindest lindern lassen. Das Vorsorgeangebot für Kinder und Jugendliche umfasst bis zum 14. Lebensjahr insgesamt zehn Untersuchungen (U1 bis U9, J-Untersuchung).

Mit Vorsorge erfolgreich gegen Krebs

Dass Vorsorgeprogramme tatsächlich Wirkung entfalten, zeigt sich auch bei der Krebsfrüherkennung. Zum Beispiel Darmkrebs: Seit 2003 müssen Ärzte hierzulande diese Diagnose immer seltener stellen. Experten führen dies auf das Darmkrebsscreening zurück. Bei einer Darmspiegelung können Ärzte minimal verändertes Gewebe entfernen, bevor es sich zu Tumoren auswächst. Seit 2017 können Patienten zwischen hochsensiblem Labortest auf Blut im Stuhl und Darmspiegelung wählen. Fallen die Testergebnisse positiv aus, empfiehlt sich unbedingt eine Koloskopie.

 

Quelle:

Bundesministerium für Gesundheit