Rheuma: 13 Monate bis zur Diagnose

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Bis Rheuma-Patienten sich einem qualifizierten Facharzt wie etwa einem internistischen Rheumatologen vorstellen können, vergehen durchschnittlich 13 Monate. Bei Morbus Bechterew vergehen sogar im Schnitt mehr als vier Jahre, bis die fachärztliche Behandlung beginnen kann.

Optimal: Therapiebeginn nach sechs Monaten

Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises können sowohl Gelenke als auch Gewebe und Organe befallen. Sie sollten möglichst frühzeitig erkannt und behandelt werden. Das mindert die Gefahr, dass die Entzündungsprozesse Knochen und Knorpel nachhaltig schädigen und Organe in Mitleidenschaft ziehen. Experten beobachten: Der Krankheitsverlauf lässt sich positiv beeinflussen, wenn die Therapie bereits in den ersten sechs Monaten nach erstmaligem Auftreten der Beschwerden beginnt.


Erste Anzeichen ernst nehmen

Bei 70 bis 80 Prozent der Erkrankten messen Mediziner meist schon in einem sehr frühen Stadium typische Blutwerte. Patienten, die wiederkehrend unter geschwollenen, schmerzenden und steifen Gelenken leiden oder sich ständig müde und schlapp fühlen, sollten ihr Blut auf Marker für eine rheumatische Erkrankung untersuchen lassen: Sogenannte Rheumafaktoren und bestimmte Antikörper geben wichtige Hinweise für die Diagnose.

 

Quelle:

Deutsche Rheuma-Liga