Nieren filtern täglich 1.500 Liter Blut

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Pro Tag säubern die Nieren rund 300 Mal die etwa sechs Liter Blut im Organismus. Insgesamt fließen so über tausend Liter Blut durch die Organe. Sie sorgen dafür, dass auch Giftstoffe wie Nikotin oder Alkohol durch den Urin ausgeschieden werden. Ob das Organ gesund ist, prüfen Mediziner unter anderem anhand der Eiweißkonzentration im Harn.

Laborwert bestimmt Leistungsfähigkeit der Niere

Nieren sind echte Hochleistungsfilter: Eine gesunde Niere reinigt pro Minute mindestens 95 Milliliter Blut und scheidet diese über den Urin aus. Je schlechter das Organ seiner Filterfunktion nachkommen kann, desto kränker ist es auch. Wenn die Niere dauerhaft zu wenige Schadstoffe filtert, spricht man von chronischer Nierenschwäche. Mit Hilfe des Laborwertes der Glomerulären Filtrationsrate (GFR) teilen Mediziner die chronische Nierenschwäche in sechs Stadien ein. Im schlimmsten Falle kommt es zum Nierenversagen. Bei betroffenen Patienten muss dann die maschinelle Blutwäsche (Dialyse) dauerhaft die Funktion der Nieren ersetzen.

Nierenschwäche früh erkennen

Wird eine Nierenfunktionsstörung früh erkannt, können Medikamente oft noch verhindern, dass sich die Krankheit verschlechtert. Dies gilt jedoch nur, wenn die Niere noch mehr als 90 Milliliter Blut pro Minute filtern kann. In diesem frühen Stadium I bemerken Patienten oft keine Symptome. Auch die Blutwerte für Kreatinin liegen noch im normalen Bereich. Allerdings kann ein Urintest zeigen, dass der Eiweißanteil im Urin erhöht ist. Eine gesunde Niere scheidet pro Tag höchstens 200 Milligramm Eiweiß aus, davon höchstens 20 Milligramm des Bluteiweißes Albumin. Manche Patienten entwickeln zudem Wassereinlagerungen (Ödeme) oder bemerken verfärbten Urin. Bei solchen Symptomen sollten Betroffene mit ihrem Arzt über spezielle Blut- und Urintests sprechen. Mit diesen lassen sich Nierenschäden frühzeitig erkennen.

 

Quelle:

Nierenwissen, Infoportal des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V.