Herzschwäche: Jeder Zweite leidet an Eisenmangel

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Internationale Studien weisen darauf hin, dass etwa 50 Prozent aller Patienten mit Herzinsuffizienz zugleich an Eisenmangel leiden. Unbehandelt verschlechtert dieser Mangel nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Funktionsfähigkeit des Herzens und damit die Lebenserwartung.

Eisenmangel oder Blutarmut?

Frauen mit Herzinsuffizienz trifft der Eisenmangel häufiger als Männer. Für beide Geschlechter gilt jedoch: Der Eisenmangel tritt ganz unabhängig davon auf, ob die Patienten an Anämie (Blutarmut) leiden. Er kann also auch bei einem ganz normalen Hämoglobinwert vorliegen. Der rote Blutfarbstoff gilt als ein Indikator für die ausreichende Sauerstoffversorgung des Körpers – sagt aber nichts über die Versorgung des Körpers mit Eisen aus. Experten bewerten Anämie und Eisenmangel als unterschiedliche Begleiterkrankungen von Patienten mit Herzschwäche. Da sich die Symptome jedoch ähneln, empfehlen Behandlungsleitlinien bei Menschen mit einer diagnostizierten Herzschwäche gezielte Labortests auf Eisenmangel.

Eisenmangel mit Labortests feststellen

Europäische Leitlinien sehen vor, dass Patienten mit Herzinsuffizienz mindestens einmal im Jahr auf Eisenmangel untersucht werden. Am besten eignet sich dazu die Kombination des Eisenwertes Ferritin mit dem Wert der Transferrinsättigung. Dieser zeigt an, wie viel Eisen dem Körper tatsächlich an den Stellen zur Verfügung steht, wo es für den Stoffwechsel benötigt wird. Entscheidend: Sollte sich tatsächlich ein Eisenmangel herausstellen, müssen Ärzte Ursachenforschung betreiben. Blutungen im Organismus können ebenso zu Eisenmangel führen wie Infektionen oder chronische Entzündungen. Um letztere aufzuspüren, können Mediziner wiederum auf Bluttests zurückgreifen.

 

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